Mainzer Wingolf
Di' henos panta

60. Mainzer Stiftungsfest donnernd verklungen

„Wird das Wetter halten? Wie wird morgen der Kommers? Wie viele werden kommen? Wie wird am Samstag die Band spielen? Werden die Getränke und das Fleisch am Sonntag reichen? Und wird das Wetter auch am Sonntag halten?“

Alle diese Fragen und noch viele weitere spukten durch die Köpfe der Aktivitas und durch meinen eigenen. Die Anspannung vor Beginn des Stiftungsfestes war förmlich greifbar. Eine E-Mail mit Formularen, Rechnungen, Hinweisen und Erinnerungen jagte die andere. Täglich schrieb ich am Kommers und der Wingolfspauke, der Hohe Kneipwart an der Philisterpauke und Bbr. Bratz an der Vaterlandspauke.

 

Nach allen Vorbereitungen war es am Donnerstag soweit. Eine stattliche Anzahl an Philistern kam in den von der Aktivitas gepflegten Garten. Bei Spundekäs, Brezeln und Bier ließen wir alle gemeinsam das Stiftungsfest anlaufen. Obwohl das Wetter nicht unbedingt mitspielen wollte und es leicht anfing zu regnen, war der Abend ein gelungener Einstieg, der noch viel für die nächsten Tage versprach. Einige Philister ließen sich sogar davon überzeugen, unserem Thekenraum einen längeren Besuch abzustatten. Aber selbst die Philister mit der meisten Ausdauer müssen irgendwann nach Hause, sodass sich die Aktivitas um besondere Chargenaufträgen kümmern konnte (Näheres auf Anfrage).

Am nächsten Tag packten die Chargierten ihren Koffer und machten sich auf den Weg in die Alte Patrone. Nachdem einige Tische hin und her geschoben worden sind stärkte man sich in der Remise und bereitete sich seelisch, sprich mit ein paar Bier, auf den Kommers vor. Dann war es soweit: Meine Taschenuhr schlug 19.30 Uhr. Gemeinsam mit den Chargierten eines verehrlichen V.K.D.St. Hasso Rhenania Mainz im CV und eines verehrlichen Göttinger Wingolf stellte ich mich gemeinsam mit meinen Mainzer Conchargierten zur Ernsten Feier auf. Nach dieser und noch einer kleinen Verschnaufpause chargierten wir ein und der Kommers nahm seinen Verlauf. Im Anschluss an den ehrwürdigen Festkommers und der feierlichen Burschenfeier packten die Chargierten wieder alles in ihren Koffer und fuhren in einer gelben Großraumlimousine auf das Haus, um dort bis in die frühen Morgenstunden zu feiern.

Da wir glücklicherweise das Buffet nicht selber kochen mussten, konnten wir uns bis zum Nachmittag von der anstrengenden Nacht ausruhen. Im Kurfürstlichen Schloss angekommen kümmerten wir uns um die letzten Aufbauarbeiten und bereiteten uns darauf vor, alle Gäste angemessen zu begrüßen. Die Band heizte den Tanzpaaren im Spiegelsaal bis um 2 Uhr nachts ein. Da wir den Saal jedoch bis 4 Uhr gemietet hatten, mussten wir noch zwei Stunden mit unserer eigenen Musik weiterfeiern. Man lässt doch nichts verfallen, was man bezahlt hat und so schlimm wie es sich jetzt liest, war es auch nicht. Irgendwie hat es Spaß gemacht noch zwei Stunden länger zu feiern. Erklären kann ich mir das auch nicht.

Trotz dieser schönen Tage war es soweit das Stiftungsfest bei leckeren Würstchen und Steaks ausklingen zu lassen. Passend zum Verlauf des vollständigen Stiftungsfestes schien den ganzen Tag die Sonne auf die Grillgesellschaft hinunter. Die Philister konnte wie immer nichts aus der Ruhe bringen und man merkte ihnen die Anstrengungen des Stiftungsfestes nicht an, was man von der Aktivitas nicht unbedingt sagen konnte. Dort waren leichte Abnutzungserscheinungen zu bemerken. Solche Zeichen konnte man am Abend allerdings auch am Wetter erkennen. Ab Donnerstag war das Wetter hervorragend gewesen, am Sonntagabend waren Petrus’ Kräfte erschöpft und er war zu erschöpft um noch länger die Wolken geschlossen zu halten. Glücklicherweise störte das Gewitter uns nur beim Aufräumen, was wir gerne auf den nächsten Tag verschoben haben.

 

Ich bedanke mich bei allen Aktiven, Philistern und Gästen für dieses schöne Stiftungsfest, das ich als Senior leiten durfte. Hoffentlich muss ich nicht ein Jahr lang warten, um den einen oder anderen wieder bei uns begrüßen zu dürfen.